Schamanismus

Schamanismus ist weder Religion noch Esoterik, sondern eine der ältesten Heilmethoden der Menschheit die auf körperlicher, geistiger und seelischer Ebene wirkt und Bewusstsein als Mittel nutzt. Durch das Erreichen eines höheren Bewusstseinszustands, wird eine Verbindung zur spirituellen Welt geschaffen und dabei ist Heilung auf einer anderen Ebene möglich. Der Name kommt ursprünglich von den tungusischen Völkern und dem Wort »šaman«, was in der mandschu-tungusischen Sprache so viel bedeutet wie »jemand, der weiß«.


Erste Zeugnisse des Schamanismus sind vor etwa 30.000 Jahren zu finden. Überall auf der Welt entwickelten die menschlichen Kulturen Formen des Schamanismus um zu heilen. Diese schamanischen Methoden sind in der ganzen Welt überraschend ähnlich, auch bei Kulturen die seit tausenden von Jahren durch Ozeane und Kontinente voneinander getrennt waren. Schamanisches Wissen findet sich in fast allen Kulturen. In Ländern wie Sibirien, der Mongolei, Peru, Korea, Japan, Nepal, Australien oder auch bei den Medizinmenschen aus Nordamerika ist diese Tradition noch bis heute erhalten geblieben. Hier werden immer noch Schamanen oder Schamaninnen gerufen, um beispielsweise Krankheiten zu vertreiben, Verstorbene zu beschwören oder bei Neubauten von Häusern für einen guten Geist zu sorgen.  Auch unsere keltischen Vorfahren (Druiden) führten durch verschiedene Techniken Heilungsarbeit durch. Das Wissen darüber ist im Laufe der Jahrhunderte fast verloren gegangen, aber durch überlieferte Mythen und Märchen im Bewusstsein der Menschen bewahrt worden. 


Ein Schwerpunkt der schamanischen Arbeit ist die Seele in Ganzheit zu bringen und umfasst Möglichkeiten, die jenseits des Horizontes der modernen Wissenschaft liegt. Dabei spielt der Grundgedanke "Alles was existiert ist lebendig und beseelt" eine große Rolle. Der Schamanismus ist eine Weltanschauung, die keiner Zugehörigkeit zu einer bestimmten Religion bedarf und jeder kann auf seine Weise spirituellen Kontakt suchen und die Techniken anwenden.