Die Despacho-Zeremonie
Ein Despacho ist ein Opferritual an Pachamama (Muttererde) und die Apus (Berggeister). Gefüllt mit Samen, Blüten, Süßigkeiten, Blättern, Federn, Weihrauch u.v.m. wird das Bündel aus gefaltetem Papier dem Feuer, der Erde oder dem Wasser übergeben und somit dem großen Geist übermittelt. Die Rituale werden bereits seit mind. 500 Jahren gehalten und lassen sich bis zu der Kultur der Inkas zurückverfolgen. Die indigenen Völker der Hochanden in Peru, Bolivien und Ecuador verehren sie bis heute als heilige Zeremonie.
Dabei verbinden sich die Schamanen sich mit den Urkräften des Universums. Das Weltbild der indigenen Völker Mittelamerikas besagt, dass alles eins ist – Mensch, Natur, alle Lebewesen, Kosmos, Erde – und somit miteinander verbunden ist. Ein Despacho bestärkt diese Verbindung und bringt uns ins Fließen mit den Energien, die uns umgeben.
Despachos sind sehr schöne Rituale, welche wunderbar als Transformator und Wünsche-Manifestation dienen. Sie können als einzelne persönliche Zeremonie oder auch in der Gruppe durchgeführt werden. Nach der Tradition wird dabei schwere Energie, die dich von deinen Wünschen abhält, losgelassen und es werden ganz persönlichen Anliegen in das Opferbündel hineingegeben. Die Geister helfen dabei, dass Wünsche in Erfüllung gehen!
Das Bündel wird an Pachamama (Muttererde) übergeben, indem es vergraben wird und Wünsche Wirklichkeit werden, denn die Muttererde hilft bei der Erfüllung mit. Genauso ist auch eine Überbringung an das Wasser oder das Feuer möglich. Das Feuer hat eine besondere transformative Kraft, um schwere alte Energien in bessere umzuwandeln.