Das Maskenritual
Eine Maske ist eine Gesichtsbedeckung die wir aus dem Theater, der Kunst oder auch aus rituellen und religiösen Zwecken kennen. Diese dient meist dem Schutz des Gesichtes oder dem Verbergen / Verstecken der eigenen Identität. Und so tragen auch viele metaphorisch eine Maske in ihrem Alltag, um überleben zu können. Durch Prägungen, Konditionen und äußeren Erwartungen wird die eigene Identität versteckt und eine neue, besser funktionierende für den Alltag, wie eine Maske aufgesetzt. Durch Kompensation und Verschiebung der wahren Bedürfnisse (siehe Konsumgesellschaft) kann es so auch lange gut gehen, allerdings möchte früher oder später die wahre Identität ausgelebt werden.
Das Maskenritual hilft sehr stark, diese falsche Identität abgeben zu können. Hierbei wird in einem rituellen Vorgang eine Maske aus Gips auf deinem Gesicht erstellt. Anschließend wird langsam die falsche Identität in diese Maske hineingegeben, um sie anschließend abzunehmen. Um die Wirkung des Abschieds zu verstärken, kann die Maske in der Erde vergraben, im Feuer verbrannt oder dem Wasser übergeben werden. Dieses Ritual kann als Gruppenritual oder ganz individuell für dich durchgeführt werden.
Menschen fühlen sich meist nach dem Ritual sehr leicht und frei. Es kann eine sehr große Belastung sein, jahrelang eine falsche Identität tragen zu müssen, die eigentlich abgelegt werden sollte.